Andacht von Manfred Frank  (Pastor EFG-Templin)

 

Das sagt der auferstandene Christus zu seinen Jüngern, damit hört das Matthäus-Evangelium auf. Es ist sozusagen das letzte Wort Jesu an seine Jünger. Doch noch wichtiger: Der Monatsspruch für den Monat April schließt direkt an den Taufbefehl an. „Darum gehet hin und macht zu Jüngern alle Völker…“

Geht hin und tauft sie alle, ob sie wollen oder nicht? Nein – die Taufe ist der zweite Schritt – erst heißt es: Macht zu Jüngern, zu Schülern und Schülerinnen alle Völker. Lebt so, dass andere denken: Da kann ich etwas lernen. Und lebt so, dass andere spüren – da können wir gemeinsam etwas lernen. Wir betonen zurecht, dass es heißt: „Geht hin“, nicht „Wartet, bis sie kommen“. Und doch, zu Jesus sind die Leute in Scharen gelaufen.

Und jetzt sagt Jesus: Geht hin und bezeugt, was Ihr bei mir erlebt habt, was Ihr bei mir gehört habt, was sich bei Euch verändert hat, wie ihr Gottes Liebe erlebt habt. Geht hin und macht nun andere zu Schülern und Zeuginnen, lasst andere etwas sehen von der Welt Gottes, von der Liebe Gottes und von dem Leben, das Gott schenkt.

Und wenn wir getauft sind – dann gilt das auch für uns: So leben, dass andere an uns erkennen können, dass sie geliebt, gewollt und geachtet sind, seid Licht für andere, weil ihr die Quelle des Lichtes kennt.

Das andere, was Jesus noch wichtiger ist, als der Auftrag, den Er uns gibt, wurde nun als Monatsspruch für den Monat April ausgewählt: Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt. Das Ende der Welt – das habe ich meistens zeitlich verstanden – solange es diese Welt gibt, solange dein Leben hier dauert, ist Jesus bei uns. Bis an das Ende der Welt – das heißt aber auch: Wo immer wir hingehen – wir sind nie allein. Das gilt auch für das letzte Ende von Deutschland, die Uckermark. Gott geht mit uns. Auch wenn wir uns fremd fühlen in einer Gegend, wo es zum guten Ton zu gehören scheint, nur ja an keinen Gott zu glauben, und manche mit uns nichts zu schaffen haben möchten. Wir sind auch hier nie allein. Aber auch wenn jemand noch nicht angekommen ist, noch nicht weiß, wohin genau Gottes Weg ihn führen wird – nie sind wir allein.

Das Ende der Welt allerdings – das kann manchmal ganz nah sein, nämlich auch dort, wo man das Gefühl hat, dass das Leben einfach nicht weitergeht, dass man es nicht mehr ertragen kann. Auch in solche Tiefen geht Jesus mit. Er ist auch bei denen, die sich selbst nicht mehr ertragen können, weil sie vielleicht das Gefühl haben, immer hinter den Erwartungen und Ansprüchen zurückzubleiben, nie gut genug zu sein.

Ja das Ende der Welt – das kann auch an den Stellen sein, wo ich nie hingehe, wo man denken möchte, hier kann selbst Gott nicht mehr sein, im Krieg, mitten in der Gewalt, im Hunger.

Aber: Jesus geht nicht nur mit uns bis an das Ende der Welt. Er ist eigentlich schon überall da. Deshalb können wir Ihn auch überall finden. Vielleicht brauchen wir gerade dies. Diesen offenen Blick dafür, dass Jesus schon längst da ist, obwohl wir nur warten, wo Er denn endlich bleibt.

Es grüßt

Manfred Frank

 

Losung des Tages

Samstag, 20. April 2019
Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist einer.
Das ist das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

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